Romane

Unity 4 – Reinkarnator (2013)

Geboten wird dem Leser das übliche Dian The Saint-Programm – sprich, es geht um Anarcho-Romantik, Freundschaft und ein paar abgefuckte junge Außenseiter, die sich gegen die Welt der Erwachsenen verbünden… es werden fiese Nazis abgeschlachtet und währenddessen jede Menge philosophische Fragen aufgeworfen. Natürlich wie gewohnt mit einem ironischen Augenzwinkern… und diesmal kommt auch die Spiritualität nicht zu kurz.

Aber wenn ich ehrlich bin, muss ich gestehen, dass ich das ganze Teil eigentlich nur für mich selbst geschrieben habe. Wenn es sonst noch jemandem Inspiration oder Kraft gibt, freut mich das natürlich… doch letztlich ist das alles nur ein netter Zusatzeffekt.

Die eigentliche Zielgruppe waren die Stimmen in meinem Kopf – die Stimmen aus längst vergangenen Zeiten… und die Stimmen von morgen.


Die Unity-Philosophie (2008)

Zur Abwechslung begann ich, aus Einleitungstexten unserer Internetpräsenz und weiteren Schriftstücken, die sich im Lauf der Zeit auf meiner Festplatte angesammelt hatten, eine Art Best Of zu erstellen.

Die „Unity-Philosophie“ war geboren… inzwischen vermutlich das bestverkaufte meiner Bücher, mit Abstand das optimistischste und das einzige, das kein Roman ist. Aber es schien das richtige Werk zur richtigen Zeit zu sein.

Ich versuchte darin, mit einfachen, verständlichen Worten die komplexen Gedanken zu beschreiben, die ich mir im Lauf der Jahre über diese Welt und unsere Gesellschaft gemacht habe. Man könnte auch sagen, es ging darum, Anarchie zu erklären, ohne das böse Wort „Anarchie“ überhaupt zu benutzen, weil die damit verbundenen Klischees und Vorstellungen einen sofort in eine bestimmte Schublade zwängen würden, in der ich mich eigentlich nicht besonders wohlfühle.


Unity 3- Gegenwelt (2006)

„Gegenwelt“ war das große Epos, das ich immer schreiben wollte… eine Hommage an all diejenigen, die den Wahnsinn der menschlichen Gesellschaft erkannt haben und sich enttäuscht von ihr abwandten. Thematisch und atmosphärisch nach wie vor im typischen Dian The Saint-Stil gehalten, sponn der Roman einerseits die Geschichte von einem der Protagonisten aus „Resistance“ weiter, ging aber gleichzeitig einen großen Schritt über die sehr kompakt gehaltenen ersten Werke hinaus, indem es mehrere ineinander verflochtene Handlungsstränge gab und Zeitsprünge durch mehrere Jahrhunderte… ja, sogar den einen oder anderen Ausflug in die Gefielde der Lyrik konnte ich mir nicht verkneifen.

So gesehen ist „Gegenwelt“ sowas wie die Essenz meines schriftstellerischen Schaffens. Besser wird es nicht mehr, das war mir schon damals klar… und daher sollte der Roman auch für einige Jahre der letzte gewesen sein.


Unity 2 – Resistance (2004)

Weniger klischeehaft als der Vorgänger, deutlich professioneller und aufgrund des filmmäßigen Aufbaus eigentlich geradezu danach lechzend, eines schönen Tages (auf den ich allerdings noch immer warte) einmal verfilmt zu werden. Inspiration zog ich diesmal vor allem aus Filmen und Dokumentationen über die NS-Zeit, die meistens ziemlich unerfreulich endeten, nämlich damit, dass die handelnden Personen irgendwann abgeholt und ins Konzentrationslager geworfen wurden. Ich wollte aber keine Opfergeschichte schreiben, von denen es schon so viele gab.

Denn meine Helden waren immer noch genauso wie in meinem Erstlingswerk… voller Hass auf die Erwachsenen, voller Sehnsucht nach einer besseren Welt, und bereit, dafür bis zum Äußersten zu gehen und notfalls ein fettes Blutbad anzurichten.


Unity 1 – Heroic Bloodshed (2002)

Eine kleine unspektakuläre Selbstjustiz-Story, entstanden aus meiner damaligen Vorliebe für asiatische Actionfilme, meinem unbändigen Hass auf die Welt der Erwachsenen und zahllosen frustrierenden Erlebnissen mit meinen Altersgenossen, denen Freundschaft nicht einmal halb so viel zu bedeuten schien wie den Helden aus meinen Geschichten… und in gewisser Weise wohl auch ein Gegenpol zum Zeitgeist, der von Hedonismus, guter Laune und Oberflächlichkeit geprägt war (und das genaugenommen immer noch ist).

Vielleicht ist der Roman nach heutigen Maßstäben teilweise arg klischeehaft und nur eine zarte Andeutung dessen, was eigentlich möglich gewesen wäre. (Heute hätte ich vermutlich einiges anders gemacht.) Aber es ist nunmal das Erstlingswerk und sollte daher an dieser Stelle nicht unter den Teppich gekehrt werden. Zumindest nicht gänzlich. Zu kaufen gibt’s das Teil allerdings aus gutem Grund nicht mehr.